Videowerbung versetzt Kinder in eine positive Stimmung

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Junge Zielgruppe spielt in den Sommerinterviews keine Rolle

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14. August 2018 Comments (0) Personalmarketing, Studien

Zu viele Studienabbrecher – mehr Berufsorientierung leisten

Zu viele Studienabbrecher mehr Berufsorientierung leisten

Die Masse der Studierenden wird immer größer. Gleichzeitig bricht fast jeder Dritte sein Studium ab, manche mit dem Ziel duale Ausbildung. Um Studienabbrüche zu vermeiden, muss die Berufsorientierung in den Schulen verbessert werden.

Gut eine halbe Million junge Menschen haben im Jahr 2017 ein Hochschulstudium begonnen. Allerdings geht fast ein Drittel den Weg bis zum Bachelor nicht bis zum Ende. Mehr als 140.000 Studierende brechen ihr Studium vorzeitig ab. Als Alternative zum Studium entscheiden sich 43 Prozent der Studienabbrecher für eine duale Berufsausbildung. Auf dem Umweg über die Hochschule haben somit rund 60.000 Azubis den Weg in einen Ausbildungsbetrieb gefunden. Das geht aus der DIHK-Ausbildungsumfrage 2018 hervor.

Die Unternehmen haben diese Entwicklung erkannt. 44 Prozent der Ausbildungsbetriebe, die ihre Lehrstellen schon längst nicht mehr alle besetzen können, werben inzwischen aktiv um die große Gruppe der Studienabbrecher. Die Betriebe haben zunehmend mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen und müssen zunehmend neue Wege im Azubirecruiting gehen.

Ein unnötiger Umweg

Der Umweg über die Hochschule müsste für viele Azubis nicht sein. Hätte die Schule eine bessere Berufsorientierung geleistet, würden sich unter Umständen weniger Absolventen gegen ein Studium und für eine Ausbildung entscheiden. Dieser Ansicht ist auch Dr. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK): „Am besten wäre es, wir würden Studienabbrüche von vorneherein vermeiden. Deshalb ist es mir so wichtig, dass wir die Berufsorientierung an Schulen verbessern.“

Viele Schülerinnen und Schüler glauben auch heute noch, ihre Karriereträume ausschließlich mit einem Hochschulstudium und einem akademischen Abschluss erfüllen zu können. Dabei ist die Konkurrenz unter den Akademikern groß – besonders in Branchen mit geringer Nachfrage an Nachwuchs.

Die Ausbildung hat einen schlechten Ruf

Die duale Berufsausbildung dagegen hat ein Image-Problem. Dabei bietet eine Ausbildung ebenso Vorteile. Die Lehre erfolgt deutlich praxisnah und fokussierter auf einen konkreten Job. Das Studium hingegen vermittelt zwar ein breites, jedoch weniger detailliertes Wissen. Der Berufseinstieg fällt vielen Hochschulabsolventen heute schwer.

Dazu kommt die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Der Ausbildungsmarkt hat sich längst zu einem Nachfragemarkt entwickelt. Wer heute eine Ausbildung als Fachinformatiker, Hotelfachkraft oder Koch beginnt, hat einen zukünftigen Arbeitsplatz so gut wie sicher.

Die Berufsorientierung stärken: Die DSA youngstar packt an

Um Schülerinnen und Schüler zukünftig besser über die Möglichkeiten der Ausbildung aufzuklären, muss Berufsorientierung in den Schulen verbessert werden. Die Deutsche Schulmarketing Agentur DSA youngstar leistet seit nunmehr zwei Jahren seinen Beitrag. Mit Hilfe der digitalen Zukunftssäulen, aufgestellt an vielen Schulen deutscher Großstädte, werden Informationen zur Ausbildung, Tipps bei der Bewerbung und Stellenangebote ausgespielt.

Welche Ausbildungsberufe gibt es? Wie läuft eine Ausbildung ab? Und wie sieht es mit Urlaub und Gehalt aus? Das alles können Jugendliche direkt in der Schule auf dem Digitalscreen der Zukunftssäulen erfahren. Unternehmen haben darüber hinaus die Möglichkeit, Absolventen für sich zu gewinnen. Indem sie einen Platz auf dem Digitalscreen, die Plakatfläche und Fächer für kostenlose Postkarten und Flyer buchen, können sie ihren Betrieb vorstellen und Karrierechancen aufzeigen.

Somit haben Unternehmen die Chance, mit der Zukunftssäule selbst etwas für die Berufsorientierung zu tun und so zukünftigen Studienabbrechern vorzubeugen.

Beitragsbild: © Brian Jackson / Fotolia

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