Jugendliche und Nachhaltigkeit

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für Jugendliche?

Sozialtot

#21 Glossar junge Zielgruppe – Heute: sozialtot

März 9, 2018 Comments (0) Freizeit, Jugendkultur

Was sind eigentlich Jugendkulturen?

Jugendkulturen

Jugendkulturen gibt es seit Jahrzehnten. Doch was genau zeichnet eine Jugendkultur eigentlich aus? Und welche gibt es? Wir liefern eine Definition.

Der Begriff der Jugendkultur steht für verschiedene Lebensstile junger Menschen. Dahinter steckt der Wunsch, sich von anderen Gruppen abzusetzen und einen neuen, eigenen Weg einzuschlagen. Dies impliziert, dass Gewohntes, meist von Erwachsenen Vorgelebtes in Frage gestellt wird. Die Zugehörigkeit Heranwachsender zu einer Jugendkultur steht häufig im krassen Gegensatz zu den Traditionen und Vorlieben der eigenen Eltern. Dass Jugendliche in einem bestimmten Alter beginnen, sich mit sich selbst zu beschäftigen und die eigene Persönlichkeit zu formen, ist dabei ganz normal. Die Mitgliedschaft in einer Jugendkultur ist dabei lediglich eine extreme Form der Loslösung vom Elternhaus.

Jugendkulturen

© sergeyklopotov / Fotolia

Abgrenzung in unterschiedlichen Lebensbereichen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dieser Abgrenzung Ausdruck zu verleihen. Die Individualität beschränkt sich jedoch niemals auf nur einen Lebensbereich. Die von außen wohl auffälligste Gemeinsamkeit stellt sicher ein gemeinsamer Modegeschmack vor. Es existiert kaum eine Jugendkultur, die nicht an ihrem spezifischen Erscheinungsbild zu erkennen ist. Weitere Individualisierungen geschehen über einen anderen Musikgeschmack (z. B. bei der Techno-, House- oder Hip-Hop-Kultur) oder über von den Normen abweichenden Lebensansichten (wie bei Emo‘s). Eine Kombination stellen die Gothic‘s dar.

Politisierung als extreme Form

Die Abgrenzung vom Rest der Gesellschaft macht jedoch häufig nicht bei Mode und Musik Halt. Viele Jugendkulturen zeichnen sich durch eigene politische Ansichten aus. Diese gehen mitunter in alle Richtungen. Während es sich bei Punks um stark nach linksgerichtete Jugendliche handelt, stehen Skinheads für das genaue Gegenteil. Dann wären da noch die Hooligans, die nicht zwingend einer politischen Ecke angehören. Bei Hooliganismus handelt es sich vielmehr um eine „männliche Form zivilen Ungehorsams, eine nichtpolitische Rebellion gegen die sinnlose Autorität des Alltags, ein Versuch, die von montags bis freitags aufgezwungene Rolle abzustoßen, aus dem langweiligen Spießer-dasein auszubrechen“ (bpb).

Jugendkulturen sind nichts Neues

Die Bildung von Jugendkulturen ist kein neues Phänomen. Aufsässiges Verhalten und bewusste Abgrenzung von anerzogenen Verhaltensweisen waren bereits in den 1950er Jahren zu beobachten, als Jugendliche begannen, Comics zu lesen, Lederjacken zu tragen und „Buschmusik“ zu hören. Auch wenn diese Dinge heute harmlos klingen, galten sie damals als Erschütterung der deutschen Leitkultur.

Beitragsbild: © laufer / Fotolia

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