Jugendliche und Nachhaltigkeit

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für Jugendliche?

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Januar 16, 2018 Comments (0) Mediennutzung, Studien

Schulen fehlt Geld für digitale Bildung

Schulen fehlt Geld für digitale Bildung

Die Digitalisierung durchdringt beinahe alle Bereiche der Gesellschaft – nur in den Schulen scheint sie hierzulande noch nicht angekommen zu sein. Unser Bildungssystem hat viele Aufgaben. Eines der wichtigsten ist es, junge Menschen auf die Zukunft vorzubereiten.

Dabei erscheint es dringend, Kindern und Jugendlichen auch die benötigten Kompetenzen zu vermitteln, mit denen sie sich in unserer digitalisierten Welt gut zurechtzufinden. Mit der Studie „Kompetenzen in der digitalen Welt“ verschafft die Friedrich-Ebert-Stiftung einen Überblick, welche Schritte nötig sind, um das Lernen mit digitalen Medien im Unterricht zu realisieren. Sie geht außerdem der Frage nach, wo sich Deutschland im internationalen Vergleich befindet.

Deutsche Schule verfügen noch nicht über die relevante digitale Ausstattung

Dabei kommt die Leiterin der Untersuchung, Frau Prof. Dr. Eickelmann, zu dem Ergebnis, dass hierzulande ein enormer Nachholbedarf im Vergleich zu Ländern wie Österreich, der Schweiz und Dänemark besteht.

Sie greift außerdem einige andere Studien auf, die belegen: Für einen lernförderlichen und kompetenzorientierten Einsatz digitaler Medien in der Schule sind digitale Lehr- und Lernmaterialien wichtige Unterstützungselemente.

Als besonders relevant und dringlich erscheint dabei die Ausstattung der Schulen mit sicheren Lernplattformen, die Entwicklung und Bereitstellung von OER (Open Educational Resources), die Entwicklung hin zu digitalen Schulbüchern sowie sichere Cloud-Lösungen, die den Schulen zur Verfügung stehen.

Auch digitale Kompetenz sollte Ziel schulischer Bildung sein

Fast jeder Jugendlicher besitzt heutzutage ein Smartphone. Doch wie sieht es mit selbstbestimmter und reflektierter Teilhabe an der digitalen Welt aus? Eine Studie aus dem Jahr 2013 (ICILS 2013) hat bereits gezeigt, dass in Deutschland gerade mal 25,4 Prozent der Jugendlichen über ein entsprechendes Kompetenzniveau verfügt.

Ein weiteres Problem zeigte sich in der deutlichen Bildungsbenachteiligungen Jugendlicher aus unteren und mittleren sozialen Lagen sowie Jugendlicher mit Migrationshintergrund. Bestehende Bildungsungleichheiten können zu einer Spaltung im späteren beruflichen sowie privaten Leben führen.

Sollte es da nicht zu den zentralen Aufgaben der Schule gehören, alle Kinder und Jugendliche gleichermaßen auf selbstbestimmte Handeln in der mediatisierten Gesellschaft vorzubereiten?

Digitalpakt – finanzielle Unterstützung lässt auf sich warten

Doch dafür braucht es vor allem finanzielle Unterstützung. Bildungsministerin Johanna Wanka hatte zwar bereits letzten Sommer im Rahmen des Digitalpaktes zugesagt, fünf Milliarden Euro für Digitalisierungsprozesse in Schulen zur Verfügung zu stellen. Angekommen ist in den Schulen davon bisher allerdings noch nichts, was auch mit der nur langsam anlaufenden Regierungsbildung zusammenhängt. Mit dem Geld sollten 40.000 Schulen innerhalb von fünf Jahren mit Breitbandanbindung, WLAN und Computern ausgestattet werden. Nach aktuellem Stand können die Schulen frühestens Anfang 2019 mit den zugesagten finanziellen Mitteln rechnen.

Beitragsbild: © Unclesam / Fotolia

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