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Beitragsbild: Facebook hängt die Konkurrenz ab

Facebook hängt die Konkurrenz ab

Juni 28, 2018 Comments (0) Jugendmarketing, Mediennutzung, Politik

Regierung investiert immer mehr in Social-Media-Werbung

Regierung investiert immer mehr in Social-Media-Werbung | © adzicnatasa / Fotolia

Die Bundesregierung investiert immer mehr Geld in Social-Media-Werbung. Die Ausgaben für Sponsoringmaßnahmen haben sich in den letzten Jahren vervielfacht. Dahinter steckt das Bestreben, bei der jungen Zielgruppe präsenter zu sein.

Auch die Politik muss mit der Zeit gehen. Während die sozialen Medien für den Wahlkampf bereits seit einigen Jahren wichtig und vielleicht sogar entscheidend geworden sind, hat die Bundesregierung inzwischen auch Sponsoringmaßnahmen für sich entdeckt. Die Ausgaben in diesem Bereich haben sich in den vergangenen Jahren vervielfacht.

Für das Jahr 2014 bezifferte der Deutsche Bundestag die Ausgaben der Bundesregierung für Sponsoring in Social Media mit 153.842 Euro. Bereits für 2015 war ein deutlicher Anstieg auf über 861.000 Euro zu beobachten. Der größte Sprung folgte im Jahr 2016, als Kanzleramt und Ministerien insgesamt rund 3.823.000 Euro für Social-Media-Werbung ausgaben. Bei den neusten Angaben für das Jahr 2017 ist inzwischen von 4.977.440, also fast 5. Millionen Euro, die Rede. Das entspricht einer Steigerung seit 2014 von sage und schreibe 3.135 Prozent.

Ausgaben der Bundesregierung für Social-Media-Werbung | © StatistaAusgaben der Bundesregierung für Social-Media-Werbung. © Statista

Die Strategie: bei der jungen Zielgruppe punkten

Die Ursache dafür ist klar: Auch die Bundesregierung kann es sich nicht leisten, das Thema Social-Media-Werbung zu vernachlässigen. Da die Nutzer der sozialen Medien auch heute überwiegend jung sind, handelt es sich bei ihnen um eine für die Zukunft bedeutende Wählerschaft.

Wie Motherboard berichtet, fließen die Ausgaben in zwei Arten von Werbung. Zum einen investiert die Regierung Geld in klassische Werbevideos und Banner, auch in Sponsored Posts. Diese Posts bekommen normale Nutzer regelmäßig in ihren Timelines auf Facebook, Instagram, Twitter oder Snapchat zu sehen.

Zum anderen steckt die Bundesregierung immer mehr Geld in die Vermarktung von Influencern. Dahinter steckt das Ziel, dass die Inhalte nicht nur auf den eigenen Kanälen, sondern auch auf den reichweitenstarken Seiten der Influencer veröffentlicht werden.

Für die Regierung ist es keine Werbung

Wie eine Anfrage des linken Bundestagsabgeordneten Jan Korte ergab, bezeichnet die Bundesregierung diese Aktivitäten selbst nicht als Werbung. Vielmehr ginge es ihr darum, den „verfassungsmäßigen Informationsauftrag zu erfüllen

Das meiste Geld fließt im Übrigen in Kampagnen für die Bundeswehr, also für das Verteidigungsministerium.

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