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Juni 6, 2018 Comments (0) Mediennutzung, Studien

Jugendliche wollen nicht für Datenschutz zahlen

Jugendliche wollen nicht für Datenschutz zahlen

Obwohl Jugendlichen der Datenschutz wichtig ist, sind sie mehrheitlich nicht bereit, dafür zu zahlen. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln hervor. Mehr als jeder zweite Jugendliche würde keinen Euro für den Schutz persönlicher Daten investieren.

77 Prozent 3.000 der Befragten Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren nutzen mindestens zwei soziale Onlinedienste parallel. Am beliebtesten ist der Messanger WhatsApp einem Nutzeranteil von 78 Prozent, gefolgt von Snapchat und YouTube mit 54 beziehungsweise 51 Prozent. Gleichzeitig halten es 67 Prozent der WhatsApp-Nutzer für falsch, dass WhatsApp persönliche Daten speichert und nutzt. Bei Snapchat sind es 63 Prozent.

Die logische Konsequenz bleibt aus

Insgesamt sehen 73 Prozent der Befragten die Datenverwendung der Anbieter als kritisch. Die Konsequenz daraus müsste eigentlich sein, die Onlinedienste nicht mehr zu nutzen. Alternativ könnte es eine Lösung sein, das Geschäftsmodell der Apps obsolet zu machen, indem jeder Nutzer einen regelmäßigen Betrag für den Schutz der persönlichen Daten zahlt. So könnte die Finanzierung der Dienste geleistet werden.

Die Realität sieht jedoch anders aus. Die Onlinedienste werden weiter genutzt. Darüber hinaus ist eine Zahlungsbereitschaft für den Datenschutz bei der Mehrheit der Befragten nicht vorhanden. 56 Prozent der Befragten gaben an, keinen Euro für den Schutz ihrer Daten zahlen zu wollen. 16 Prozent würden monatlich bis zu fünf Euro investieren, zwölf Prozent fünf bis unter zehn Euro. 14 Prozent wäre der Datenschutz zehn bis unter dreißig Euro und drei Prozent mehr als 30 Euro monatlich wert.

Der bequemere Weg

Dass die Jugendlichen den Onlinediensten trotz Datenschutzbedenken nicht den Rücken kehren, liegt am sogenannten Netzwerk-Effekt. Je mehr Menschen ein Angebot nutzen, desto wahrscheinlicher wird auch die eigene Nutzung. Die Datenschutzbedenken sind zwar vorhanden, die Inkaufnahme der Datenverwendung wird im Vergleich zum Zahlen von Geld jedoch als der bequemere Weg angesehen. Den Jugendlichen ist die Zugehörigkeit zu einer großen Gruppe somit wichtiger als ihre Online-Privatsphäre.

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