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Jugendliche und Nachhaltigkeit

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für Jugendliche?

28. November 2017 Comments (0) Jugendkultur

Handyverbot in der Schule – Pro und Contra für die Handynutzung

handynutzung - Handyverbot in der Schule –  Pro und Contra für die Handynutzung

Vergangene Woche hat die Website jungezielgruppen.de in einem Beitrag über die gesetzlichen Regelungen zur Handynutzung in deutschen Schulen berichtet. Diese sind nämlich nicht bundeseinheitlich, sondern werden auf Länderebene durch das jeweilige Schulgesetz geregelt. Handynutzung in der Schule erlauben oder Handyverbot in der Schule? Ein Pro und Contra.

Gibt es keine schulgesetzliche Regelung, greift die Schulordnung

Ein generelles Handyverbot in der Schule ist ausschließlich im bayrischen Schulgesetz verankert. Bundesweit ist es überwiegend den Schulen und somit der jeweiligen Schulordnung überlassen, ob  die Handynutzung in der Schule in den Pausen erlaubt ist oder ob digitale Geräte sogar komplett abzugeben sind und erst nach Schulschluss wieder abgeholt werden dürfen. Zumindest auf dem Heimweg sind die Schülerinnen und Schüler dann in Notfällen erreichbar oder können Zuhause anrufen, wenn sie abgeholt werden müssen.

Pro Handynutzung

Wir fragen uns nun: ist ein striktes Verbot von Handys in der Schule überhaupt noch zeitgemäß und realistisch? Denn es gibt gute Gründe, die Handynutzung an Schulen zu erlauben. Zum Beispiel, dass die Generation der Digital Natives durchaus den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien lernen sollte. Dies kann unter anderem dadurch geschult werden, dass entsprechende Inhalte im Unterricht aufgegriffen werden. So baut beispielsweise eine Schule in Xanten-Sonsbeck in Nordrhein-Westfalen einen Exkurs über die Nutzungsbedingungen des Messenger-Anbieters WhatsApp in ihren Unterricht mit ein. Im Sportunterricht kommt die Kamera der mobilen Geräte zum Einsatz um Bewegungsabläufe zu filmen und diese anschließend auszuwerten.

Contra Handynutzung

Doch es gibt auch Argumente, die dagegensprechen, jungen Menschen, die ohnehin einen Großteil ihrer Freizeit vor mobilen Geräten verbringen, die Nutzung zumindest während der Schule zu untersagen: Schließlich sollen sie sich ungestört aufs Lernen konzentrieren können und nicht von Nachrichten auf ihrem Smartphone oder von Spielen abgelenkt werden. Die Stuttgarter Zeitung berichtete außerdem bereits im Jahr 2014 von Vorfällen an einer Stuttgarter Schule. Bei dieser kam es dazu, dass Schüler auf der Toilette gefilmt wurden und Sprachaufnahmen von Lehrern kursierten. Die Drohung, diese in sozialen Netzwerken zu verbreiten, stand zunächst im Raum und wurde dann auch teilweise wahrgemacht. Solche Beispiele zeigen, dass die Digitalisierung auch eine neue Form von Mobbing mit sich bringen kann und diese gilt es in jedem Fall zu verhindern.

Beitragsbild: © patrick / Fotolia

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