Die Möglichkeiten nach dem Schulabschluss – welcher ist der beste Weg?

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Wer nach dem Schulabschluss in die Berufswelt starten möchte, muss sich darüber klar werden, ob er einen der 18.000 Studiengänge, einen der 326 dualen Ausbildungsberufe oder einen der 1.590 dualen Studiengänge wählt. Dabei gibt es keine pauschale Lösung – jeder Schulabgänger muss für sich entscheiden, welcher der richtige Weg für ihn ist.

Um diese Entscheidung treffen zu können, sollten die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten betrachtet und abgewogen werden.

Die Möglichkeiten

Im Studium wird ein umfangreiches und vertieftes theoretisches Wissen vermittelt, während die Studierenden ihre Zeit flexibel einteilen können. Zudem kann das Studium durch Wahlkurse an die persönlichen Interessen angepasst werden. Allerdings hat man während des Studiums kein Einkommen, es sei denn die Studierenden arbeiten neben dem Studium in einem Nebenjob, was zusätzlichen Stress und Zeitaufwand bedeutet. Durch das viele notwendige Lernen für Prüfungen und das Schreiben von Hausarbeiten, ist das Studium ohnehin sehr zeitintensiv. Hinzu kommen finanzielle Aufwendungen für Studiengebühren oder Bücher. Dadurch, dass sich aus dem Studium oftmals kein klares Berufsbild abzeichnet und durch die geringe Praxiserfahrung, stellt sich der Berufseinstieg nach dem Studium oftmals als schwierig heraus. Nichtsdestotrotz erhalten Studierende durch den hohen anerkannten Status eines Studiums oftmals höhere Aufstiegschancen und ein höheres Gehalt.

Die duale Berufsausbildung hingegen zeichnet sich durch die hohe Praxiserfahrung aus, durch die Auszubildende einen erleichterten Einstieg in neue Jobs erlangen. In Kombination mit der Vermittlung von theoretischem Wissen, wird den Auszubildenden ein umfangreiches „Rundum-Paket“ geboten. Zudem besteht die Möglichkeit, nach der Ausbildung durch die Übernahme im Ausbildungsbetrieb übergangslos einen festen Job zu erhalten. Dennoch ist es mit einer Ausbildung schwieriger in Führungspositionen zu gelangen und die Verdienstmöglichkeiten können geringer sein, als nach dem Studium. Zudem ist ein späterer Wechsel in einen anderen Berufsbereich häufig nicht ganz einfach, da die Berufsausbildungen oftmals recht spezialisiert auf ein Berufsfeld sind. Hinzu kommen regelmäßige lange Arbeitszeiten (Vollzeit) mit wenig Freiheiten in der Zeiteinteilung. Allerdings erhalten Auszubildende, im Gegensatz zu Studenten, bereits während der Ausbildungszeit eine angemessene Vergütung, bei weniger Lernstress. Zudem ist eine Ausbildung auch ohne Abitur möglich.

Das duale Studium kombiniert die Vorteile aus dem Studium und der dualen Ausbildung: Duale Studenten erhalten Praxiserfahrung in einem Unternehmen in Kombination mit dem umfangreichen und vertieften theoretischen Wissen aus dem Studium. Somit entstehen sehr gute Chancen für den Berufseinstieg, Aufstiegschancen und ein hohes Gehalt. Hierbei sollte allerdings bedacht werden, dass das duale Studium sehr zeitintensiv ist und sehr stressig sein kann. Duale Studenten haben sowohl lange, unflexible Arbeitszeiten als Vollzeitstelle im Unternehmen als auch den Studienstress mit viel Lernen, Hausarbeiten schreiben und Prüfungen. Dafür übernimmt das Unternehmen die Studienkosten und zahlt den dualen Studenten zusätzlich eine Vergütung. Hinzu kommt, dass auch hier die Möglichkeit eines übergangslosen Arbeitsverhältnisses durch Übernahme nach dem Studium besteht.

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Den richtigen Weg finden

Wer vor der Entscheidung steht, welchen beruflichen oder akademischen Werdegang er einschlagen möchte, sollte die verschiedenen Vor- und Nachteile für sich gewichten und nach seinen Wünschen, Bedürfnissen und Zielen entscheiden. Für jemanden, der später gerne in einer Führungsposition arbeiten möchte, ist beispielsweise das Studium ein guter Weg. Jemand, der lieber von Anfang an Praxiserfahrung sammelt und nicht den Fokus auf das theoretische Lernen legen möchte, ist wahrscheinlich in einer Berufsausbildung gut aufgehoben.
Somit ist keine der genannten Möglichkeiten pauschal „der beste Weg“.

Jobsuche über Soziale Medien: Eine zusätzliche Chance

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Bewerbungsmappen, die per Post verschickt werden, wurden in vielen Branchen und Unternehmen schon längst durch die Online-Bewerbung abgelöst. Sei es per E-Mail oder direkt über das Jobportal der Firmenwebsite – die Zeiten der postalischen Bewerbung sind größtenteils Geschichte.

Als zusätzliche Option zum Bewerbungsschreiben bietet sich in der heutigen Zeit die Jobsuche bzw. die Bewerbung über Soziale Netzwerke an. Dafür gibt es extra für die Jobsuche ausgelegte Soziale Netzwerke, wie beispielsweise Xing mit 15 Millionen Mitgliedern und LinkedIn mit 12 Millionen Mitgliedern in D-A-CH.

Im Gegensatz zu privat genutzten sozialen Netzwerken, wie Facebook, dreht sich hier alles um den Job und die jeweiligen Branchen. Das Profil wird mit berufsrelevanten Informationen gefüttert, wie die Ausbildung, Berufserfahrungen, Fähigkeiten usw. Zudem erhält man über diese Portale branchenspezifische Berichte, Mitteilungen und News.

Die Jobsuche in solchen Netzwerken kann auf zwei Weisen erfolgen:

  1. Der Bewerber schreibt einem Ansprechpartner des Unternehmens, in dem er sich bewerben möchte.
  2. Das Mitarbeiter suchende Unternehmen schreibt potentiellen Kandidaten und versucht somit, geeignete Mitarbeiter zu rekrutieren. In einem ähnlichen Prozess werden Talente durch von dem Unternehmen beauftragten Headhunter angeschrieben.

Höchste Priorität: ein vollständiges Profil

Damit ein Unternehmen oder Headhunter auf ein Profil aufmerksam wird, ist es unumgänglich, sein Profil so vollständig und mit so vielen relevanten Infos wie möglich zu füllen. Je vollständiger das Profil ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es vom Unternehmen gesuchte Merkmale enthält und man interessant für das Unternehmen ist.

Zudem sollte das Profil zu der Branche passen, in der man einen Job sucht. Während das Profil eines Versicherungskaufmanns beispielsweise ein klassisches Bewerbungsfoto mit Anzug beinhalten sollte, kann und sollte das Profil eines Kreativen etwas lockerer sein und nicht zu steif wirken.

Neben den berufsspezifischen Netzwerken, lassen sich heutzutage auch über privat genutzte Soziale Netzwerke Jobs finden. Auf Facebook beispielsweise gibt es viele Job-Gruppen, in denen sich Bewerbende und Unternehmen suchen und finden. Auch von Unternehmen geschaltete Job-Anzeigen erreichen Personen, die nicht in beruflichen Netzwerken angemeldet sind. Bei der Nutzung des privaten Profils sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das Profil „sauber“ ist und keine Inhalte enthält, die die Jobchancen verringern.

Die Nutzung von Sozialen Netzwerken, seien es berufliche oder private, stellen eine enorme Chance dar, denn es können Kontakte geknüpft werden, die offline wahrscheinlich niemals zustande gekommen werden.

Um die Kontaktchancen zu steigern, können job- und branchenrelevante Beiträge kommentiert, geteilt und geschrieben werden – das zeigt Interesse und erhöht die Chance, gesehen und entdeckt zu werden.