Jungen bekommen mehr Taschengeld als Mädchen?!

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Von einer kompletten Gleichberechtigung sind wir in Deutschland noch weit entfernt. Während der Gender-Pay-Gap jedem mittlerweile ein Begriff sein sollte und die schlechtere Bezahlung von Frauen bei gleicher Arbeit bezeichnet, gibt es einen solchen Gap anscheinend auch beim Taschengeld. Das zeigt zumindest eine repräsentative FORSA Studie für den ersten „Kids-Medien-Kompass“ im Auftrag der Blue Ocean Entertainment AG.

Demnach erhalten Jungen im Alter von 4 bis 13 Jahren im Schnitt 15,34 Euro Taschengeld pro Monat, während Mädchen in dieser Altersgruppe im gleichen Zeitraum nur 13,76 Euro – und damit rund 11,5 Prozent weniger als die Jungen, erhielten. Dieser „Gender Pocket Money Gap“ zieht sich laut der Studienergebnisse durch die komplette Kindheit.

Schaut man sich die Altersgruppen genauer an, so findet sich der größte Unterschied zwischen Jungen und Mädchen bei den Jüngsten. Bei den 4-6-Jährigen liegt der monatliche Taschengeld-Durchschnitt bei den Jungen bei 9,30 Euro, bei den Mädchen bei 5,82 Euro. Bei den 7- bis 10-Jährigen sind es 11,09 Euro versus 10,56 Euro und bei den 11- bis 13-Jährigen 21,28 Euro versus 19,65 Euro.

Wie beim Lohn sollte hier gelten: Mädchen und Jungen gleichbehandeln!

Über den Einfluss von Influencer:innen

Nie zuvor übten Influencer:innen auf Social Media – und besonders auf der Plattfrom Instagram – einen stärkeren Einfluss auf Kaufentscheidungen aus: Innerhalb eines Jahres haben 21 Prozent der deutschen Internet-Nutzer ab 16 Jahren mindestens einmal ein Produkt gekauft, weil es auf einer Social-Media-Plattform beworben wurde. Am stärksten ist der Einfluss bei Jugendlichen im Alter von 20 bis 30.

18 Prozent ließen sich bei der Auswahl von Anschaffungen und Dienstleistungen nach eigenen Angaben nach Beiträgen und/oder Stories auf Instagram beeinflussen. Auch Blogger:innen und andere Social-Media-Promis verleiten kräftig und mehr denn je zum Geldausgeben in der besagten Altersgruppe. Das zeigt der aktuelle „Social-Media-Atlas 2021“ der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna, für den 3.500 Internet-Nutzer:innen repräsentativ befragt wurden.

Unternehmen unterschätzen Influencer:innen

Unternehmen scheinen allerdings diesen prosperierenden Markt (noch) nicht ernst zu nehmen. Möchte ein Unternehmen die Zielgruppe der 16-30-jährigen gezielt ansprechen, sollte auf Social-Media-Marketing setzen. Unternehmen würden diese Chance noch zu sehr unterschätzen, findet zumindest Dr. Roland Heintze, Geschäftsführender Gesellschafter und Social-Media-Experte des Faktenkontors.

Also Unternehmen, hingehört:

Social-Media-Kampagnen unter Einbeziehung von Influencer:innen sind mindestens genauso wichtig wie Kampagnen mit klassischen Medien!

Der Hype um die Nahrungsergänzungsmittel

pexels anna shvets 3683101 300x200 - Der Hype um die Nahrungsergänzungsmittel

Veggie, Vegan, Flexetarier, Pescetarier, Furtarier etc. Die persönliche Ernährung ist so vielfältig wie die Menschen selbst. Gerade bei den Jüngeren ist der Trend zu „anderen“ Formen der Ernährung mehr als deutlich. Das zeigt sich auch beim Konsum der Ernährungspräparate.

Die steigende Beliebtheit der alternativen Ernährung, insbesondere bei den jüngeren Konsumenten (In der Altersgruppe der 16 bis 39-Jährigen) hat zur Folge, dass zur Unterstützung mehr Ergänzungspräparate eingenommen werden. Das zeigt eine Studie des Marktforschungsunternehmen Mintel

Doch nicht nur die Ernährung sorgt für den Boom von Nahrungsergänzungsmitteln. Auch die Belastung der Psyche durch die Corona Pandemie (wir nennen hier nur mal die Einschränkung von Kontakten, Vereinsamung, kein Urlaub in der Sonne etc.), sorgt gemäß der Studie zu einem erhöhten Konsum von Präparaten, die vermeintlich den Stress reduzieren und mangelnde körperliche Energie sowie Sonneneinstrahlung ausgleichen sollen.

Und neugierig, was genau so alles „eingeschmissen“ wird?

Hier die TOP 5 Trends:

  1. Magnesium
  2. Vitamin D
  3. Vitamin C
  4. Multivitamin
  5. Eisen

Dann mal bon appetit.

Nachhaltiger Konsum bei Jugendlichen: Hat sich was getan?

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Greta macht es vor und alle nach? Klimaschutz war einer der Mega-Trends, bis die Corona Pandemie den Fokus von den jugendlichen Klimaschützern weg verlagert hat. Hat sich generell was im Bewusstsein der Jugendlichen verändert?

Blicken wir mal kurz zurück: Im Herbst 2018 entscheidet sich Greta Thunberg der Schule fernzubleiben. Stattdessen stellte sie sich ganz allein mit einem riesigen Plakat in der Hand vor das schwedische Parlament in Stockholm. Darauf stand: „Skolstrejk för klimatet“, also „Schulstreik für das Klima“. 

2019 ist daraus eine globale Bewegung von meist jugendlichen Klimaaktivisten geworden – die vor allem freitags für das Klima auf die Straße gehen: Fridays for Future. Für junge Menschen in Deutschland ist der Schutz von Umwelt- und Klima seither ein Top-Thema. Die deutliche Mehrheit von ihnen ist politisch interessiert, bereit sich einzubringen. Sie erwarten dafür aber auch was. Vor allem, dass die Politik mehr tut für Klima und Umwelt, und dass sie dabei auf soziale Gerechtigkeit achtet. Und sie sehen vor allem bei jeder und jedem Einzelnen noch Potenzial, sich stärker umweltgerecht zu verhalten – auch im persönlichen Konsum. Das sind Ergebnisse der repräsentativen Jugendstudie „Zukunft? Jugend fragen“.

Unternehmen werden sich daher besonders diesem Trend nicht entgegenstellen können. Im Alltag werden die „alten“ Marken zwar weiter konsumiert, aber stärker als früher mit einem moralischen „Geschmäckle“. Ihren Aufbruch in eine neue Nachhaltigkeit wollen junge Verbraucher lieber gleich mit neuen Produkten und Marken gestalten.

Am neuen Qualitätsstandard „sustainable“ kommt perspektivisch also niemand vorbei, der erfolgreich Jugendmarketing betreiben will. Das Produkt muss folgendes versprechen: Anders zu sein und Konsum und Moral miteinander zu verbinden. 

Arbeitnehmerwünsche der Deutschen

Bild: Die Arbeitnehmerwünsche der Deutschen

Die Arbeitnehmerwünsche in Deutschland unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland sehr stark. Für eine Studie wurden mehr als 800.000 Datensätze an monatlichen Suchanfragen ausgewertet. Das Ergebnis: Mitarbeiter-Benefits sind bei Arbeitnehmern hoch im Kurs.

Der Toolkit-Anbieter SEMrush hat für seine StudieWar for Talents“ über 800.000 Datensätze monatlicher Suchanfragen zum Thema Berufsleben analysiert. Hierfür wurden eingegebene Keywords von Arbeitnehmern ausgewertet.

Bei den gewünschten Zusatzleistungen der Mitarbeiter zeigt sich, dass die Wünsche sich von Region zu Region stark unterscheiden. Besonders häufig suchen Münchener im Internet nach Mitarbeiter-Benefits. Wichtig ist ihnen „Home Office“ und „Vertrauensarbeitszeit“. Berliner hingegen suchen insgesamt am wenigsten nach Zusatzleistungen. Insgesamt konnte beobachtet werden, dass sich das deutschlandweite Suchvolumen für Mitarbeiter-Benefits von 2014 bis 2018 vervierfacht hat.

Arbeitnehmerwünsche im Bereich Finanzen und Sachleistungen: drei Favoriten

Die Auswertung der Suchvolumen im Bereich Finanzen und Sachleistungen zeigt: Es gibt drei klare Favoriten. Auf dem ersten Platz liegt mit dem größten Suchvolumen das Keyword „Gehaltserhöhung“, gefolgt von „Urlaubsgeld“ auf dem zweiten und „Erholungsbeihilfe“ auf dem dritten Platz. Die Keywords „Dienstfahrrad“ und „Mitarbeiterrabatt“ rangieren in der Wichtigkeit für die Arbeitnehmer bereits deutlich dahinter.

ach einem guten Gehalt suchen im Internet vor allem Bewohner des Bundeslandes Bremen, Hamburg und dem Saarland. Beim Keyword „Gehaltserhöhung“ liegen die Hamburger mit großem Abstand vor den Berlinern und dem Rest des Landes. Auch bei „Gehalt verhandeln“ liegen die Bewohner Hamburgs weit vor denen aus Bremen und Berlin.
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Flexible Arbeit und Zufriedenheit: „Home Office“ und „Work-Life-Balance“ vorne

Bei Anfragen im Bereich Flexible Arbeit und Zufriedenheit zeigt sich ein klares Bild. Das größte Suchvolumen weist bundesweit das Keyword „Home Office“ auf, gefolgt von der „Work-Life-Balance“ und dem „Betriebsarzt“. Die größten Steigerungen zwischen den Jahren 2014 und 2018 wurden bei den Keywords „Firmensport“, „Zufrieden im Job“ und „Bürohund“ gemessen.

Im Vergleich der Bundesländer ist zu beobachten, dass Arbeitgeber vor allem in den Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen besondere Incentives für die Arbeitnehmer bieten sollten.

Die gesamten Ergebnisse der Studie können auf der Webseite des Unternehmens SEMrush eingesehen werden.

Beitragsbild: © LIGHTFIELD STUDIOS / Fotolia