Hamburger Handwerkskammer veranstaltet „FutureTalk im Riesenrad“

Handwerkskammer Hamburg veranstaltet „FutureTalk im Riesenrad“

3. September 2018 Comments (0) Jugendmarketing, Personalmarketing

Bäckerhandwerk leiden besonders unter dem Fachkräftemangel

Bäckerhandwerk leiden besonders unter dem Fachkräftemangel

Unternehmen aus dem Handwerk haben seit Jahren Probleme, genügend geeigneten Nachwuchs für Ihre Betriebe zu finden. Besonders betroffen ist das Bäckerhandwerk. Hier ist der Lehrlingsbestand dramatisch zurückgegangen.

Der Lehrlingsbestand im Bäckerhandwerk ist in den Jahren von 2010 bis 2017 um mehr als 47 Prozent gesunken. Das hat der Zentralverband des deutschen Handwerks bekanntgegeben. Eine Grafik von Statista zeigt den Rückgang über die Jahre.

Das Handwerk hat in Deutschland schon länger ein Image-Problem. Im Vergleich zu einer akademischen Laufbahn wird das Absolvieren einer Ausbildung häufig als niedere Arbeit angesehen. Außerdem könne man als Handwerker weder Karriere machen, noch viel Geld verdienen. Für das Bäckereihandwerk kommen erschwerend die für viele unangenehmen Arbeitszeiten hinzu. Damit die Kunden morgens bereits frische Backwaren vorfinden, müssen Bäcker bereits sehr früh aus den Federn.

Kleine Brötchen versus Bachelor?

Die Folge: Im Jahr 2017 gab es nur noch 17.301 Lehrlinge im Bäckerhandwerk. Im Jahr 2010 waren es noch 32.928 gewesen. Die Universitäten und Hochschulen Deutschlands verzeichnen dagegen regelmäßig steigende Anmeldezahlen. Studieren ist „in“ – und das seit Jahren. Der Weg zum Bachelor dauert im Optimalfall drei Jahre, was der Länge einer dualen Berufsausbildung entspricht.

Was die zahlreichen Studierenden häufig nicht sehen: Der Arbeitsmarkt bietet je nach Studienfach und Branche nur begrenzte Aufnahmekapazitäten. Schreiben sich zu viele für einen bestimmten Bereich ein, werden später zwangsläufig nicht alle Absolventen die angestrebte berufliche Position erreichen. Hinzu kommen die inzwischen hohen Abbrecherquoten der verschiedenen Studiengänge. Wer also in der Schule keine Leuchte in Naturwissenschaften war, sollte es sich gut überlegen, ein Studium der Elektrotechnik oder im Maschinenbau zu beginnen.

Das Bäckerhandwerk effektiv präsentieren

Um die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler zu erlangen, müssen Betriebe aus dem Bäckerhandwerk auf effektive Methoden im Azubimarketing zurückgreifen. Hierfür bieten sich die Zukunftssäulen der DSA youngstar an, da Ausbildungsbetriebe es mit geringerer Konkurrenz zu tun haben als im unendlichen Medium Internet. Ein Platz auf dem Screen verschafft automatisch eine große Aufmerksamkeit in den Schulen.

Gleichzeitig müssen sich Unternehme Gedanken darüber machen, wie sie den Beruf des Bäckers (zum Beispiel Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk Fachrichtung Bäckerei) präsentieren möchten. Damit sich Schülerinnen und Schüler bewerben, muss das Unternehmen zuvor für sich selbst und für den Beruf werben. Die Stellenausschreibungen müssen dementsprechend gestaltet werden. Schließlich hat sich der Ausbildungsmarkt schon längst zum Bewerbermarkt gewandelt – erst recht im Bäckerhandwerk.

Beitragsbild: © ikonoklast_hh / Fotolia

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