Deutsche Bahn verzichtet künftig auf Motivationsschreiben | © ViennaFrame / Fotolia

Deutsche Bahn verzichtet künftig auf Motivationsschreiben

Jugendliche fühlen sich über Finanzthemen schlecht informiert

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24. Juli 2018 Comments (0) Personalmarketing, Studien

Ausbildungsbetriebe schalten Stellenanzeigen von gestern

Ausbildungsbetriebe schalten Stellenanzeigen von gestern

Unternehmen setzen bei Stellenanzeigen für Ausbildungen nicht auf die Informationen, die Bewerber gerne hätten. Während potenzielle Azubis am liebsten etwas über die beruflichen Chancen nach der Ausbildung sowie deren Ablauf erfahren möchten, sind den Arbeitgebern die Anforderungen am wichtigsten.

Dass sich der Ausbildungsmarkt zum Bewerbermarkt gewandelt hat, ist bekannt. Laut DIHK-Ausbildungsumfrage blieben im Jahr 2017 bei mehr als jedem dritten Betrieb (34 Prozent) unter den mehr als zehntausend Befragten Unternehmen Ausbildungsplätze unbesetzt. Dies ist ein alarmierender Wert für Ausbildungsbetriebe, die ihr Personalmarketing anpassen müssen.

Die Studie Azubi-Recruiting-Trends 2018 zeigt im Bereich Stellenanzeigen, dass eine erhebliche Diskrepanz zwischen Bewerbern und Arbeitgebern hinsichtlich der Prioritäten besteht. Während drei von vier Ausbildungsinteressierte vor allem etwas über die beruflichen Möglichkeiten nach der Ausbildung erfahren möchten, finden diese Informationen nur 40,7 Prozent der Ausbildungsbetriebe wichtig. Umgekehrt ist es bei den Anforderungen an die Bewerber. Diese finden mehr als vier von fünf Ausbilder wichtig, bei den Bewerbern sind es lediglich gut 41 Prozent.

Was ist wem in Stellenanzeigen wichtig?

Quelle: Azubi Recruiting Trends 2018.

Geld spielt eine eher untergeordnete Rolle

Verhältnismäßig unwichtig ist den Azubis in spe ihr zukünftiger Lohn. Gegenüber den Karrierechancen und dem Ablauf der Ausbildung (63,6 Prozent), erscheinen die 56,6 Prozent beim Ausbildungslohn als eher gering. Die mit Ausnahme der Anforderung allesamt geringen Werte bei den Ausbildungsbetrieben zeigen, dass viele Unternehmen scheinbar nur unzureichend auf den Mangel an Nachwuchskräften reagieren. Statt ihnen Perspektiven vor allem für die Zeit nach der Ausbildung aufzuzeigen, legen Sie vor allem Wert auf die Dinge, die Bewerber jetzt schon können und nicht auf jene, die sie noch lernen sollen.

Dabei stellt die Ausbildung von Azubis, die das Unternehmen unmittelbar nach der Ausbildung verlassen, aus Unternehmersicht eigentlich eine Fehlinvestition dar – alleine aufgrund der hohen Ausbildungskosten. Stellenanzeigen sollten demnach nicht nur eine Ausbildung, sondern eine im Optimalfall langfristige Karriere im Unternehmen bewerben. Hierfür gilt es, auf die Bewerber zuzugehen und Ihnen die Informationen zu geben, die sie haben wollen. Die Azubi Recruiting Trends zeigen dagegen auf, dass sich die Vorstellungen einer guten Stellenanzeige derzeit konträr gegenüberstehen.

Beitragsbild: © Eisenhans / Fotolia

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