OECD-Bildungsstudie belegt hohe Jobsicherheit mit Berufsausbildung

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Glossar junge Zielgruppe – Heute: Snackosaurus

#24 Glossar junge Zielgruppe – Heute: Snackosaurus

18. September 2018 Comments (0) Jugendkultur, Mediennutzung, Studien

100.000 Jugendliche sind abhängig von Social Media

100.000 Jugendliche sind abhängig von Social Media

Die Nutzung von Social Media verursacht bei Jugendlichen verschiedene Probleme. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von DAK und UKE. Die Auswirkungen reichen von Streit mit den Eltern, Schlafmangel bis hin zu Depressionen.

Über zweieinhalb Stunden täglich sind Zwölf- bis 17-Jährige in Social Media unterwegs. Bei den Mädchen sind es sogar über drei Stunden. 2,6 Prozent der Jugendlichen sind abhängig von WhatsApp, Instagram & Co. Das geht aus einer Studie der Krankenkasse DAK in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hervor.

Als wissenschaftliche Grundlage diente die „Social Media Disorder Scale“ aus den Niederlanden. Um die Abhängigkeit von Social Media zu ermitteln, müssen Befragte neun Standardfragen beantworten. Lautet die Antwort in mindestens fünf Fällen „ja“, spricht man von einer Social-Media-Abhängigkeit. Hochgerechnet entsprechen die 2,6 Prozent, bei denen eine Sucht festgestellt wurde, in etwa 100.000 Kindern und Jugendlichen.

„Das Liken darf nicht zum Leiden werden“

Auch die Mehrheit der 1.001 befragten Jugendlichen, die laut Fragebogen nicht social-media-abhängig sind, hat in weiten Teilen dennoch Probleme. So wird Social Media von einem Drittel verwendet, um nicht an unangenehme Dinge denken zu müssen (bei den Mädchen sogar 40 Prozent). 14 Prozent nutzen soziale Netzwerke heimlich und können die Nutzung nicht stoppen, nachdem sie dazu aufgefordert wurden. 13 Prozent geben an, sie seien unglücklich, wenn ihnen keine sozialen Medien zur Verfügung stehen. Streit mit den Eltern haben 22 Prozent der Jugendlichen, knapp ein Viertel bekommt zu wenig Schlaf aufgrund von Social Media.

Der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, sagt zur Untersuchung: „Viele Kinder und Jugendliche chatten, posten und liken von früh bis in die Nacht. Einige rutschen in die Abhängigkeit. Darauf müssen wir reagieren, damit Betroffene und ihre Familien Hilfe bekommen. Das Liken darf nicht zum Leiden werden.“

Mortler: Brauchen eine vernünftige Online-offline-Balance

Auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, äußerte sich zur DAK-UKE-Studie: „Soziale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Die Studie bestätigt jedoch, was wir schon lange ahnten: Ein Zuviel an Smartphone und Co. schaden der Gesundheit und dem Familienleben. Damit es uns gut geht, brauchen wir eine vernünftige Online-offline-Balance. Wer nur im Netz Kontakte hat, der dürfte im realen Leben ziemlich einsam sein.“

Beunruhigend sind weiterhin die Zusammenhänge, welche die Forscher zwischen Social-Media-Abhängigkeit und Depressionen festgestellt haben. So beziffern die Autoren das Risiko, an einer Depression zu erkranken, bei Social-Media-Süchtigen als 4,6-mal so hoch. Welche Krankheit dabei Ursache und welche Krankheit die Folge ist, können die Experten jedoch nicht einwandfrei klären.

Beitragsbild: © Rawpixel.com / Fotolia

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