Archiv der Kategorie 'Fashion'
Das internationale Marktforschungsinstitut “The NPD Group” zieht in seinem aktuellen Forschungsbericht einen Querschnitt durch die globale Umsatzentwicklung der Spielwarenbranche für die Monate von Januar bis Oktober 2009. Bei der näheren Betrachtung der Spielwarenmärkte in elf Ländern fanden die Marktforscher bereits zwei Monate vor Jahresende deutliche Anzeichen für Wachstum.
Jugendliche konsultieren unterschiedliche Medien zu unterschiedlichen Themen. Nutzen sie das Internet vor allem zur Information über Computerspiele, suchen sie im TV nach aktuellen News und in Zeitschriften nach Geschichten über Mode und Bekleidung. Die brandaktuelle JIM-Jugendstudie 2009 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs), die 1.200 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 19 Jahren im Sommer diesen Jahres befragte, zeigt dieses in sehr anschaulicher Form.
Aufgrund der Wirtschaftskrise verfügen Deutschlands Kinder 2009 über weniger Geld als noch im Vorjahr. Laut der Kids-Verbraucher-Analyse 2009 des Egmond Ehapa Verlages haben die rund 5,7 Millionen Kinder im Alter zwischen 6 und 13 Jahren im Durchschnitt 1.058 Euro im Geldbeutel und auf dem Sparkonto – rund 59 Euro weniger, als noch im Vorjahr. Auch für Bekleidung und Spielzeug wird weniger ausgegeben.
Sie wird gejagt, erforscht, begehrt: Die “Zielgruppe Jugend” geistert wie ein Phantom durch die Medien und Köpfe der Werber. Doch wer versteckt sich hinter dieser Definition? Gibt es überhaupt eine Zielgruppe Jugend? Angeregt durch ein Interview in der vergangenen Woche habe ich mich, einmal mehr, mit diesem spannenden Thema beschäftigt.
Eine alte Klinkenputzer-Weisheit besagt: Den Wert bestimmt der Käufer. Und das ist ja so wahr. Sowohl bei Tupperware, Gebrauchtwagen, Domainnamen oder Social-Communities. Microsoft hat den Wert Facebooks im vergangenen Jahr in galaktische Höhen getrieben. Durch die Übernahme von putzigen 1,6 Prozent für 240 Mio. Dollar lag der “Buchwert” von Facebook über Nacht bei 15 Milliarden Dollar. So manchen plagten die Sorgen über eine neue Internet-Blase.
Die ehrwürdige fvw hatte geladen und viele sind gefolgt. Mehr als 300 wissenshungrige Touristiker waren ohne zu zögern bereit, für stattliche 350 € netto den vermeintlich neuesten Trends und Wahrheiten im Online-Marketing zu lauschen. Ausgebucht. Des großen Andranges wegen musste die Veranstaltung sogar kurzfristig erweitert werden. Die Liste der geladenen Referenten gab Anlass zur Hoffnung. Hier wird die Schatzkiste des nebulösen Themas Online Marketing von Profis einen Spalt weit geöffnet. Meister, sprich zu uns ..
Erfrischend offene Worte fand Udo Reiter, seines Zeichens Intendant des MDR, zur aktuellen Akzeptanz des ARD Programmangebots bei Deutschlands Jugend. “Alle diese Versuche sind schief gegangen. Ein 18-jähriger sucht eben keine Jugendsendung im dritten Programm und Bruce Darnell schaut er sich bei ProSieben an, nicht bei uns”, so Reiter im “Tagesspiegel”.
Kennen Sie den Undertaker? Oder Stone Cold Steve Austin? Hornswoggle? Den großartigen Khali? Nicht? Machen Sie sich nichts draus. Fragen Sie einfach Ihren Sohn. Was sich anhört, wie die Karten eines Mutanten-Quartetts, sind allesamt Stars einer pompösen Show, die auch in Deutschland immer mehr junge Anhänger findet: Wrestling. In den USA gehört Wrestling längst zu den Mega TV-Events: Rund 15 Millionen Zuschauer sind Woche für Woche live dabei und garantieren Millionen Dollar Werbeumsätze. Die Stars werden vergöttert wie hierzulande nur Oliver Kahn oder der Schweizer Ex-Kreiselfahrer Michael Schumacher. Nun schwappt die Wrestling-Euphorie nach Deutschland und gestandene Eltern zweifeln plötzlich am Geisteszustand ihres Nachwuchses.
Zu einer gesunden Pubertät gehört eine gehörige Portion Rebellentum. Eltern werden erst “uncool”, dann peinlich. Ihre Ansichten und Werte, ihre Wünsche, ihr Aussehen, irgendwie alles. Kids müssen sich abgrenzen, anders sein, eben diese Werte anzweifeln, anprangern, rebellieren, Grenzen austesten. Völlig normal. Solch ein Puber-Tier brauch einen starken Gegner, an dem es sich reiben kann. Eben starke, entschlossene Eltern. Aber schauen Sie sich doch mal um …
Um Gottes Willen. Sie haben es getan. “Jugendsprache unplugged” ist im Langescheidt-Verlag erschienen. “Die garantiert aktuelle Verständnishilfe für junge und alte Nicht-Insider … zeigt die ganze unverblümte Wahrheit über die Jugendsprache”, so die vollmundige Pressemitteilung. Ein ambitioniertes Projekt. Dass Langenscheidt konsequent und außerordentlich erfolgreich an seinem verstaubten Image arbeitet, zeigen Verkaufserfolge wie “Deutsch-Frau/Frau-Deutsch” mit Mario Barth oder “Chef-Deutsch/Deutsch-Chef” mit Bernd Stromberg alias Christoph Maria Herbst. Beide äußerst erfrischend und mit einer gehörigen Portion Selbstironie gespickt. Doch jetzt wagen sich die Orthographie-Puristen an ein heikles Thema: Die Jugendsprache.