Dieser Artikel wurde am 1. November 2009 um 13:48 Uhr veröffentlicht und ist in den Kategorien Internet, Kindermarketing, Schulmarketing gelistet. Sie können Reaktionen auf diesen Beitrag über den RSS 2.0 Feed verfolgen. Ich würde mich freuen, wenn Sie eine Antwort hinterlassen, oder diesen Beitrag auf Ihrer Seite verlinken.
Die prestigeträchtige Lernplattform Scoyo soll verkauft werden: Am Freitag teilte die Geschäftsführung den rund 60 Mitarbeitern in Hamburg mit, dass Bertelsmann sich aus dem Projekt zurückziehen werde. Scoyo bietet spielerische Lernprogramme für Kinder, die sich am Unterrichtsstoff der Schulklassen 1 bis 7 orientieren. Grund für die Entscheidung Bertelsmanns: Die bisherige Geschäftsentwicklung blieb weit hinter den Erwartungen zurück.
Bertelsmann soll in die Startphase des Projektes bis zu 20 Millionen Euro investiert haben. Doch der Erfolg, bzw. die Besucher blieben bislang weitestgehend aus. Das bereits 2007 gestartete Projekt ist seit Februar diesen Jahres als kostenpflichtiges Angebot verfügbar. Die Zugangskosten betrugen 19,99 Euro pro Monat für ein Drei-Monats-Abonnement. Wie die Geschäftsführung weiter mitteilte, werde Bertelsmann die Plattform mit den notwendigen Mitteln ausstatten, bis ein Investor gefunden sei. Seit dem Start Anfang des Jahres wurden auf Scoyo mehr als 4.000 Lernmodule online gestellt. Zuletzt wurde das Programm auf der Frankfurter Buchmesse mit der “Giga-Maus” ausgezeichnet.
Nach Lycos und Bloomstreet ist Scoyo nun schon das dritte Internet-Projekt, bei dem “Medien-Gigant” Bertelsmann alles andere als Medienkompetenz unter Beweis stellte .













