Studie: Illegale Musik-Downloads boomen

Glaubt man den Marktforschern der amerikanischen NPD Group, sieht die Zukunft der Musikindustrie noch düsterer aus, als bisher erwartet. So stellten sie in einer unlängst veröffentlichten Studie einen Rückgang der Nachfrage nach Musik im Allgemeinen von zwei Prozent bei jungen US-Konsumenten binnen eines Jahres fest. Zwei Prozent. Nun gut. Doch nun zur brandheißen Frage: Wie gelangt die Musik zum Konsumenten?

Für den gleichen Zeitraum sieht das Institut einen Rückgang von CD-Käufen von stolzen 19 Prozent. Der dramatischste Rückgang vollzog sich in der Altersklasse der Teenager, die 34 Prozent weniger CDs kauften und den 26- bis 35-Jährigen (-36 %). Bei älteren Konsumenten ist eine Abnahme von lediglich zehn Prozent zu verzeichnen.

Kostenpflichtige Musik-Downloads verzeichneten im Untersuchungszeitraum ein Wachstum sowohl in der Anzahl der Käufer sowie der Menge der heruntergeladenen Musikstücke. Schon 15 Prozent aller Internetnutzer bedienten sich aus dem Online-Musikhandel wie beispielsweise iTunes oder AmazonMP3. Dies entspricht einem Wachstum von zwei Prozent oder 2,8 Millionen zusätzlichen Kunden. Legale Musik-Downloads konnten einen Zuwachs von 29 Prozent verbuchen. Immerhin.

Doch nun zur dunklen Seite. Laut der Studie ist die Zahl der Nutzer illegaler Filesharing-Dienste mit 14 Prozent in etwas konstant. Lediglich die Menge der hier “getauschten” Musikstücke habe sich um 23 Prozent erhöht. Obwohl auch die Teenager inzwischen mehr Musik über legale Online-Kanäle kauften, stieg der Anteil illegaler Downloads in dieser Altersgruppe um sagenhafte 46 Prozent an.

Die Studie basiert auf der Befragung von mehr als 4.400 Konsumenten in den USA.


Tags: , , , ,

No comments yet.

Hinterlasse einen Kommentar