Social Networks fördern die Entwicklung

Gute Neuigkeiten für verweifelte Eltern. Das stundenlange “rumhängen” unserer Kids in Social Networks ist eine äußerst sinnvolle Beschäftigung, glaubt man einer neuen US-Studie der MacArthur Foundation. “Es sieht auf den ersten Blick so aus, als verschwenden unsere Kids viel Zeit in neuen Medien wie in MySpace oder beim versenden von Instant Messages.”, sagt Mizuko Ito, Lead Researcher der Studie Living and Learning With New Media. “Aber ihre Beteiligung dort verleiht ihnen technologische Fähigkeiten und Kompetenzen, welche sie benötigen, um in der heutigen Zeit erfolgreich zu sein. So lernen sie, miteinader auszukommen, eine öffentliche Identität zu pflegen oder auch Homepages zu erstellen.”


Frau Ito, Research Scientist der Abteilung Informatik an der University of California, gibt zu bedenken, dass die Ängste vieler Eltern zu den Gefahren der Social Networks möglicherweise auf falscher Wahrnehmung beruhen. “Diese Bedenken bezüglich krimineller Machenschaften oder noch schlimmerer Gefahren sind übertrieben.”, so Ito. “Es herrscht oft Verwirrung darüber, was Kids im Internet wirklich tun. Meist pflegen sie Kontakte zu ihren Freunden, welche sie aus der Schule, aus Vereinen oder vom Sport kennen.”

Die Studie ist Teil eines 50 Millionen Dollar teuren Projektes zu digitalem und medialem Lernen. Forscherteams führten hierzu mehr als 800 Interviews mit Jugendlichen und ihren Eltern und beobachteten über 5.000 Stunden lang das Onlineverhalten junger Menschen in den USA.

“Die neuen Medien gestatten der Jugend einen höheren Grad von Freiheit und Eigenständigkeit, als es z.B. im schulischen Umfeld der Fall ist.”, so die Studie. “Jugendliche respektieren online gegenseitig ihre Autorität und sind oft eher motiviert, von Gleichaltrigen zu lernen, als von Erwachsenen.”

Siehe auch: “Teenagers’ Internet Socializing Not a Bad Thing “, New York Times, 19. November 2008

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