Handy-TV vor dem Aus?

Erst im Januar diesen Jahres wurden die Sendelizenzen für Handy-TV nach dem DVB-H-Standard vergeben. Bereits zehn Monate später, Ende Oktober, soll das ehrgeizige Projekt aufgrund chronischer Erfolglosigkeit wieder eingestellt und die Lizenzen neu ausgeschrieben werden. Die Nachfrage beim Nutzer ist bisher verhalten, der erhoffte Durchbruch der Technologie blieb aus. Die ursprünglich gesetzten Ziele wurden vom bisherigen Lizenzinhaber “Mobile 3.0″ deutlich verfehlt.

Die Landesmedienanstalten hatten die Sende-Lizenzen Anfang des Jahres an ein Betreiberkonsortium, genannt “Mobile 3.0″, vergeben, einen von seinerzeit 29 Bewerbern. Dessen Konzept versprach, zeitnah Verträge mit Netzbetreibern abzuschließen sowie Vertriebs- und Marketingpartner zur Verbreitung der Technologie zu gewinnen. Dies ist bisher nicht gelungen.

Um den Weg für einen Neustart von DVB-H zu ebnen, fordert die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) die Lizenzen nun zurück. Dem Konsortium Mobile 3.0 gehören neben der MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH, der Neva Media GmbH, Burda und Holtzbrinck auch der Medienkonzern Naspers, der Pixelpark-Gründer Paulus Neef und der Düsseldorfer Anwalt Horst Piepenburg an.


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2 Antworten zu “Handy-TV vor dem Aus?”

  1. Kopfschüttler 19. Okt, 2008 bei 14:54 #

    Finde ich richtig; wenn auch bedauerlich für die Unternehmen, die investiert haben.
    Aber jetzt mal ehrlich: wer will denn auf einem Handy fernehen… Vom Programmangebot und dessen Qualität mal ganz abgesehen…

  2. Dirk 19. Okt, 2008 bei 17:03 #

    Über das Programm kann man in der Tat trefflich streiten. Die Qualität ist aber von der Technologie abhängig. Und die schreitet in Reisenschritten voran. Nicht mehr lange und HDTV passt in jede Hosentasche, wetten? :-)

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