Bereits seit September unterstützt Briketthersteller Dextro Energy angehende Abiturienten bei der Prüfungsvorbereitung. Begleitet wird die Kampagne von Deutschlands ehemals jüngster Abiturientin (Abi mit 16) und mehrfacher Junior-Gedächsnisweltmeisterin Christiane Stenger. Die 50 Workshops finden in Gymnasien in Hamburg, Berlin, München, Köln/Düsseldorf und Frankfurt statt. Christiane Stenger will mit angehenden Abiturienten Techniken trainieren, die die Konzentrationsfähigkeit erhöhen, das Lernen erleichtern und angeblich auch noch Spaß machen. Soweit zur Huldigung der Idee. Lob und Anerkennung auf ganzer Linie.
Nun folgt in der Pressemitteilung ein kleiner Absatz, der doch etwas zum Schmunzeln anregt: “Die Kampagne ist keine Werbeveranstaltung. Für die Workshops hat Dextro Energy gemeinsam mit der Expertin für Gedächtnistraining Christiane Stenger ein Programm entwickelt, mit dem sich Abiturienten optimal auf ihre Prüfungen vorbereiten können.”
Keine Werbeveranstaltung. Natürlich. Wir alle wissen, dass Dextro Energy schon vor Jahren zum gemeinnützigen Verein mutierte. Und auch das Logo wird auf den Workshops nicht gezeigt, wie in der Galerie zu sehen ist.
Na-tür-lich ist dies eine Werbeveranstaltung. Und sogar eine gute. Das ist offensichtlich. Warum setzt das Unternehmen durch solch durchschaubare Behauptungen seine Glaubwürdigkeit derart leichtfertig auf´s Spiel? Es muss ja nicht gleich heißen: “Diese Kampagne ist pure Werbung”. Dann würden die Türen der Schulen wahrscheinlich verschlossen bleiben. Lasst den Satz einfach ´raus und alles ist gut.
Muss man sich in Deutschland denn immer noch dafür schämen, ein Wirtschaftsunternehmen zu sein – und vielleicht sogar erfolgreich?
